Da weltweit beinahe jeder Betrieb einen
Kompressor besitzt und Millionen von Druckluftwerkzeugen täglich
benutzt werden, wurde das Exhausted Air Recycling System (E.A.R.S.)
(Abluft-Recycling-System) entwickelt, um das Problem der ungenutzten
Abluft dieser Werkzeuge zu lösen. Durch die Rückführung
dieser Luft zum Kompressor ist E.A.R.S. in der Lage:
- die Werkzeuggeräusche zu mindern
- die luftübertragenen Schadstoffe zu reduzieren
- den Stromverbrauch zu senken
- die spezifische Leistung des Kompressors zu erhöhen
- die Lebensdauer des Kompressors und der Luftdruckwerkzeuge
zu verlängern
Mit E.A.R.S. führen die Luftdruckwerkzeuge ihre Abluft zu
dem Kompressor zurück, der mit einem Verteiler (“Manifold”)
zur Aufnahme dieser Luft ausgestattet ist.
Dadurch, dass die Abluft direkt am Werkzeug abgefangen wird, werden
alle Geräusche und Schadstoffe, die normalerweise neben dem
Werkzeuganwender ausgelassen werden, zum Kompressor zurückgeführt.
Das bedeutet, dass die Abluftgeräusche bedeutend gemindert
und alle in dieser Luft enthaltenen Werkzeugschmierölpartikel
bzw. Fremdstoffe ebenfalls fortgetragen werden. Zusätzlich
werden weder Staub noch andere Stoffe von der Abluft in der Werkstatt
aufgewirbelt. E.A.R.S. sorgt so nicht nur für einen leiseren,
sondern auch für einen saubereren Arbeitsplatz.
Sobald das System in Betrieb genommen wurde, kann E.A.R.S. effektiv
zu einem geschlossenen Kreislauf werden, in dem der Kompressor
dieselbe, vom Werkzeug ausgelassene Luft erneut verdichtet und
dem Werkzeug wieder zuführt.
In diesem Moment saugt der Kompressor nicht mehr die Umluft ein,
was auch dazu führt, dass dem System keine Feuchtigkeit hinzugefügt
wird. Die zurückgeführte Luft verfügt außerdem über
einen größeren als den atmosphärischen Druck, sodass
der Kompressor weniger arbeiten muss, um diese zu dem gewünschten
Druck zu verdichten. Dadurch erzeugt der Kompressor weniger Hitze
und weniger Hitze wird an die Raumluft abgegeben. Die Reduzierung
von Temperatur und Feuchtigkeit wirkt sich bedeutend auf die Lebensdauer
sowohl des Kompressors als auch des Werkzeugs aus.
Der Kompressor verwendet außerdem weniger Strom, da der
Druck und der Durchsatz in diesem Kreislauf nahezu konstant bleiben.
Dadurch verkürzt sich auch die Erholungszeit, die der Kompressor
benötigt, um zu seinem Abschaltdruck zurückzukehren.
Darüber hinaus werden Stromkosten eingespart, da ein mit E.A.R.S.
ausgestatteter Kompressor eine höhere Durchsatzrate beibehalten
kann, die einem Kompressor entspricht, der mit einem größeren
und mehr Strom verbrauchenden Motor ausgestattet ist.
Die Vorteile von E.A.R.S. sind daher physisch spürbar für
den Bediener, aber auch finanziell für den Besitzer/das Unternehmen.
Seit Jahren herrscht in der Druckluftindustrie die
Meinung, dass bestimmte Werkzeuge & Ausrüstungen nur mit
Hilfe von Kompressoren einer bestimmten Größe laufen
können. Das hat wiederum
zu dem Denken geführt, dass ein größerer Kompressor
notwendig ist, will man mit größeren oder mehr Werkzeugen
arbeiten.
Ferner scheinen wir stets bereitwillig akzeptiert zu haben, dass
die Luft, die wir mittels Energie verdichten und an unsere Werkzeuge
schicken, nachher nicht mehr benötigt wird und ohne weiteres
verschwendet werden kann.
Seit langem hat die Druckluftindustrie keinen
technologischen Durchbruch errungen oder einen bedeutenden Fortschritt
gemacht, und das hat zu dem engstirnigen Denken beigetragen. Hersteller,
Vertreiber und Bediener haben sich mit der scheinbar überflüssigen
Luft zufrieden gegeben und nehmen erstaunlicherweise die extrem
hohen Geräuschpegel und die nahe dem Benutzer ausgelassenen
Umweltschadstoffe nicht (mehr) wahr. Zwar wurden irgendwann einmal
Filter und Schalldämpfer
in den Werkzeugen eingeführt, aber diese reichen keineswegs
aus und sind schnell mit Schadstoffen aus der Abluft durchtränkt.
Das Werkzeug wird dann aufgrund des erhöhten Gegendruckes weniger
effizient, und die Schadstoffe werden wieder an die Umgebungsluft
des Bedieners abgegeben.
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